Frühstück für Kinder
Frühstück für Kinder
Gut zu wissen
- Jedes Kind hat andere Vorlieben – auch beim Zmorge.
- Eine aktuelle Studie zeigt, dass 70% aller Schweizer Kinder frühstücken.
- Morgenmuffel, die nichts essen wollen, können den Tag z. B. mit einem Glas Milch beginnen. Dafür sollte ihr Znüni dann grösser ausfallen.
- Generell gilt: Je kleiner der Zmorge, desto grösser das Znüni.
- Für jeden "Zmorge-Typ" gibt es die passende Lösung – wir zeigen sie dir, für weniger Stress am Morgen.
Sollten Kinder frühstücken?

Feine Lebensmittel für ein gesundes Zmorge
So ist das Frühstück ausgewogen
Ein ausgewogenes Frühstück setzt sich zusammen aus Früchten oder Gemüse und Milch oder Milchprodukten sowie Getreideprodukten. Dazu gehört ein ungesüsstes Getränk.
- Gemüse und Früchte: Sie liefern uns viele Mineralstoffe und Vitamine. Wähle möglichst saisonale und regionale Produkte.
- Milch und Milchprodukte wie Joghurt, Frischkäse oder Käse: Bevorzuge auch hier Schweizer Produkte und wähle ungesüsste Varianten. Sie liefern deinen Kleinen Proteine und Calcium für das Wachstum der Knochen und Muskeln. Zur Abwechslung dürfen es auch mal ein Ei oder etwas Fleisch sein.
- Getreideprodukte wie Brot oder Flocken: Sie liefern Energie und Nahrungsfasern, welche super für unsere Darmgesundheit sind. Wähle idealerweise immer ein Vollkornprodukt.
- Nüsse: Sie liefern hochwertige ungesättigte Fettsäuren. Kinder bis drei Jahre sollten keine ganzen oder nur in grobe Stücke gehackte Nüsse bekommen. Die Gefahr des Einatmens und Verschluckens ist bis zu diesem Alter zu hoch. Gemahlene Nüsse hingegen sind kein Problem.
- Zum Zmorge gehört immer etwas zu trinken, z. B. Wasser oder ungezuckerter Früchte- bzw. Kräutertee.
Kein Zmorge-Fan?
Dann gilt: Je kleiner der Zmorge, desto grösser das Znüni. Damit dein Kind mit Energie und Konzentration durch den Vormittag kommt, ist es generell wichtig, dass es vor dem Mittag schon etwas in den Magen bekommt. Das Znüniböxli darf in diesem Fall gut gefüllt sein. Lass dich von unseren Ideen inspirieren.

Gesundes Znüni: So füllst du die Znünibox.
Top Trio: Milchprodukte, Protein und Calcium
Milch und Milchprodukte liefern uns viele wichtige Nährstoffe, unter anderem hochwertiges Protein und viel Calcium. Diese Nährstoffe spielen eine wichtige Rolle beim Wachstum und der Entwicklung unserer Knochen, Muskeln und Zähne. Für Kinder sind täglich drei Portionen Milch und Milchprodukte empfohlen. Eine davon beim Zmorge und/oder Znüni einzubauen, passt perfekt!

Ins Glas geschaut: Ist Milch gesund?
Zmorge und Znüni
Mein Znüni – mein Zvieri
Poster: Zmorge und passende Znünis für Kinder
Das sagt die Wissenschaft.
- Die aktuelle Studie menuCH Kids zeigt, dass rund 70% der Kinder in der Schweiz täglich frühstücken.
- Dies ist sehr gut, denn schon vor einiger Zeit haben ETH-Wissenschaftler:innen das Frühstücksverhalten von Schulkindern untersucht und herausgefunden: Bei Kindern ohne Frühstück leiden die Konzentration und geistige Leistungsfähigkeit.
- Umgekehrt unterstützt ein ausgewogenes Frühstück die Lern- und Schulleistungen. Nicht nur das: Kinder und Jugendliche, die regelmässig frühstücken, haben laut der Studie dazu einen deutlich tieferen Body-Mass-Index (BMI).
- Ihre Nährstoffversorgung ist besser, weil sie Vitamine, Mineralstoffe und Nahrungsfasern in höheren Mengen zu sich nehmen.
- Und sie verhalten sich insgesamt gesünder: Sie essen mehr Obst und Gemüse und sind körperlich aktiver.
Mit gutem Vorbild voran
Wenn du möchtest, dass deine Kinder am Vormittag eine ausgewogene Mahlzeit essen, ist der beste Tipp: Gehe mit gutem Vorbild voran. Sind Kinder von zu Hause regelmässige Mahlzeiten gewohnt, tun sie es ihren Eltern mit grosser Wahrscheinlichkeit nach.
Ideen für jeden Zmorgetyp
Belegtes Brot, nur ein Glas Milch oder lieber gar nichts? Wir zeigen dir verschiedene Zmorgetypen und liefern die passenden Zmorgeideen dazu. So bist du vorbereitet und vermeidest Hektik zum Start in den Tag.

1. Zmorgetyp "Schlafmütze"
Dein Kind ist am Morgen noch zu müde, um etwas zu essen, bzw. hat keinen Hunger? Und du machst dir Sorgen, wenn es mit leerem Bauch zur Mathe-Prüfung oder zum Sportunterricht geht? Damit es schon Energie für die ersten paar Schulstunden bis zum Znüni hat, kann es morgens auch nur ein wenig Milch trinken – zur Abwechslung auch mal mit wenig Schoggipulver. Oder einen ungezuckerten Milchshake, den du einfach selbst machen kannst: nur aus Milch und Früchten, ohne zusätzlichen Zucker. Eine Mahlzeit am Morgen ist wichtig, es spielt aber keine Rolle, ob vor der Schule oder zum Znüni. Pack deinem Kind dafür ein grosses Znüni ein, z. B. ein Sandwich aus Vollkornbrot, Käse und Gurken. Es besteht optimalerweise aus allen drei Komponenten (Gemüse/Früchte, proteinreiches Lebensmittel und Getreideprodukt). So kommt das Kind energievoll und konzentriert durch den Morgen.

2. Zmorgetyp "Schleckmäulchen"
Dein Kind liebt Süsses, schon zum Zmorge hat es am liebsten gezuckerte Cornflakes, Schokoaufstrich, Schokoaufstrich oder viel süsse Konfi? Leider ist der Zuckergehalt in gekauften Müeslis, Aufstrichen oder Konfitüren häufig sehr hoch. So viel Zucker ist nicht nur ungesund, er macht auch schnell wieder müde und ist nicht gut für die Zähne. Es lohnt sich deshalb, einen Blick auf die Verpackung zu werfen und die Produkte mit dem wenigsten Zucker zu wählen.
Auch immer eine gute Idee: feine Alternativen wie unser zuckerfreies Granola oder den Schoko-Apfel-Hummus selbst machen. Klingt erst mal aufwendig, aber die 10 bzw. 15 Minuten aktiv investierte Zeit lohnen sich. Denn beide sind nicht nur gesünder und schmecken fein, das Granola kannst du in grösseren Mengen auf Vorrat zubereiten. Und vielleicht möchten deine Kinder ja grad dabei mithelfen. Ergänze auch zu den selbst gemachten Alternativen eine Proteinkomponente wie Milch oder Joghurt und idealerweise auch Früchte.

Schokoladen-Hummus
- 30min
- Vegetarisch

Schokoladen-Granola
- 40min
- Vegetarisch
3. Zmorgetyp "Trödler:in"
Dein Kind kommt morgens nur langsam in die Gänge und mit Aufstehen und Paratmachen ist am Morgen schon ziemlich viel los? Klar, dann muss das Frühstück schnell auf dem Tisch sein. Optimalerweise wartet es schon im Kühlschrank: Overnight Oats aus Joghurt, Haferflocken und Beeren können am Abend einfach in ein Gefäss geschichtet werden und am Morgen sind sie schön cremig und bereit zum Essen. Und wenns richtig knapp ist, kannst du deinem Kind die Overnight Oats auch als Znüni mitgeben. Oder Deckel drauf und für später wieder zurück in den Kühlschrank. Zum Znüni Mozzarella-Kugeln und Cherrytomaten, je nach Hunger ergänzt mit Cracker, mitgeben – so haben auch kleine Trödler:innen genug Energie bis zum Zmittag.
4. Zmorgetyp “Wählerisch”
Dein Kind mag vieles nicht: Zum Zmorge muss es immer das gleiche Joghurt sein und zum Znüni möchte es ausschliesslich Maiswaffeln essen? Viele Kinder mit wählerischem Essverhalten haben Angst, Neues zu probieren. Sie wählen daher Nahrungsmittel, die sie kennen und die jeweils sehr ähnlich schmecken. Diese bezeichnet man als "safe food". Morgens bewährt es sich, deinem Kind seine "safe foods" anzubieten. Kein Problem: Auch mit wenigen verschiedenen Lebensmitteln lässt es sich ausgewogen durch den Morgen kommen und eine tägliche Abwechslung muss nicht sein.
Achte dennoch darauf, deinem Kind immer mal wieder ein neues Lebensmittel anzubieten – als Option und ohne Druck. Das lohnt sich, auch wenn dein Kind es am Anfang nicht beachtet oder ablehnt. Studien zeigen, dass Kleinkinder mindestens 8- bis 15-mal mit einem neuen Lebensmittel in Kontakt kommen müssen, bevor sie es akzeptieren. Isst dein Kind nur noch seine "safe foods", versteift es sich immer weiter auf seine vertrauten Speisen.
Quellen zum Thema












